Kläger bleibt auf Schaden durch herabfallende Walnüsse sitzen

Wer unter einem Nussbaum parkt, trägt das allgemeine natürliche Lebensrisiko. So hat es das Amtsgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 10.11.2017 entschieden.

Streit unter Nachbarn

Der geschädigte Kläger hatte sein Kfz auf seinem eigenen Grundstück geparkt. Auf dieses Grundstück ragte ein Walnussbaum vom Nachbargrundstück 1,5 m hinein – die Äste befanden sich direkt über dem privaten PKW-Stellplatz des Geschädigten. Der beklagte Nachbar schnitt diesen Walnussbaum auch regelmäßig zurück. Bei einem stärkeren Sturm sollen mehrere Walnüsse und auch Äste mit Walnüssen auf das Auto des Klägers gefallen sein und dieses beschädigt haben. Der Sachschaden soll ca. 3.000 Euro betragen haben.

Besonders markant: der Geschädigte hatte den Nachbarn um Zustimmung zum Bau eines Carports gebeten. Der Nachbar hatte die Zustimmung aber versagt.

Keine Verantwortlichkeit des Eigentümers des Grundstücks mit dem Walnussbaum

Das Amtsgericht Frankfurt am Main wies die Klage mit der Begründung ab, dass es sich bei dem Fruchtfall um eine natürliche Gegebenheit handelte, die als allgemeines Lebensrisiko hinzunehmen ist. Der Kläger hätte im Herbst bei einem Walnussbaum mit dem Herabfallen von Nüssen rechnen müssen. Der Geschädigte kann seinen Schadenersatzanspruch auch nicht aus der unterlassenen Zustimmung des Nachbarn zum Bau des Carports herleiten.

Für nachbarschaftsrechtliche Angelegenheiten steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Rudolf Matern zur Verfügung, bei verkehrsrechtlichen Angelegenheiten helfen Ihnen gerne Frau Rechtsanwältin Jozefina Delic in Bad Vilbel und Frau Rechtsanwältin Nina Hornemann in Bad Homburg.

Pressemitteilung des Amtsgerichts Frankfurt am Main vom 26.01.2018

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