Wie Sie Reisemängel wirksam geltend machen

Endlich steht der lang ersehnte und womöglich mühsam ersparte Urlaub vor der Tür – umso ärgerlicher ist es, wenn dann nicht alles rund läuft. Sei es der fehlende versprochene Meerblick, offensichtlich gefälschte Bilder auf der Website Ihres Hotels, oder Probleme bezüglich Ihres Gepäcks. Es kann viele Gründe dafür geben, dass eine Reise nicht so verläuft, wie ursprünglich geplant. Falls Sie betroffen sind, können Sie eine Preisminderung verlangen. Allerdings genügt dabei keine einfache Beschwerde, da eine solche von Reiseveranstaltern häufig zurückgewiesen wird. Außerdem passiert es häufig, dass enttäuschte Urlauber unwissentlich Fristen versäumen, Formfehler machen oder zu hohe Forderungen stellen. All diese Gründe führen dazu, dass am Ende vor Gericht die Reiseunternehmen Recht bekommen und Sie auf Ihren Kosten sitzenbleiben. Um überhaupt einen Reisemangel geltend zu machen, müsste zunächst eine Pauschalreise gebucht worden sein. Damit ist ein Reiseangebot gemeint, welches mindestens zwei Leistungen umfasst, wie beispielsweise Flug und Hotel oder Flug und Mietwagen. Haben Sie keine Pauschalreise gebucht, sondern z. B. nur ein Ferienhaus gemietet, können Sie bei Leistungsmängeln allenfalls eine Mietminderung einfordern.   Mängel direkt vor Ort melden Der erste und äußerst wichtige Schritt auf dem Weg zu einer Preisminderung ist, gefundene Mängel direkt vor Ort beim Reiseleiter zu melden. Dies rührt daher, dass dem entsprechend Verantwortlichen somit die Möglichkeit geschaffen wird, eventuelle Mängel innerhalb einer angemessenen Frist zu beseitigen. Sind Sie unsicher, wie Sie an Ihren Veranstalter herantreten sollen, wenden Sie sich an die Rezeption Ihres Hotels. Viele Veranstalter stellen Ihnen ein Formular speziell für Beschwerden zur Verfügung. Dieses sollten Sie auf jeden Fall nutzen und ausfüllen, sodass Sie zu einem späterem Zeitpunkt gegebenenfalls einen schriftlichen Nachweis für Ihre...

VerbraucherReiseRechte

Sehnsüchtig erwartet – die schönste Zeit des Jahres Mit großen Erwartungen starten wir jedes Jahr wieder in den lang ersehnten Urlaub. Reisende planen akribisch, damit die Ferienzeit reibungslos abläuft. Allerdings spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, für die andere die Verantwortung tragen: der Flug verspätet sich oder fällt gänzlich aus wegen Streiks, Unwetter oder technischer Probleme, der Reiseveranstalter ist zwischenzeitlich insolvent oder das Hotel ist trotz Reservierung überbucht. Wenn Verbraucher eine Pauschalreise – im Internet oder in einem Reisebüro – gebucht haben, stehen ihnen umfangreiche Rechte zu. Von einer Pauschalreise wird im Gegensatz zu einer Individualreise gesprochen, wenn Reiseleistungen wie Beförderung, (Hotel-)Unterbringung und Verpflegung von einem Reiseveranstalter zu einem Gesamtpreis verkauft werden. Ein Mitreisender kann die geplante Reise nicht antreten – Recht auf Benennung eines Ersatzreisenden Unerwartet tritt ein Notfall in der Familie auf, ein Unfall passiert oder der Mitreisende kann aus anderen gesundheitlichen, beruflichen oder sonstigen persönlichen Gründen die Urlaubsreise nicht antreten. Hierfür gibt es eine gesetzliche Grundlage, nach der die Benennung eines Ersatzreisenden möglich ist. Aufgrund des sog. Vertragsübergangs hat der Reisende bis zum Beginn der Reise das Recht, dass ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Diese Regelung gilt für die Buchung von Pauschalreisen. Rechte des Reisenden bei Reisemängeln Der Reiseveranstalter ist von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, die Reise mit den „zugesicherten Eigenschaften“ zu erbringen. Der Reiseprospekt, den der Reiseveranstalter zumeist zur Verfügung stellt, spielt eine wichtige Rolle. Die hier enthaltenen Angaben wie Reisepreis, etwaige Anzahlung und insbesondere Inhalte der Reise wie Ort, Unterbringung, Transfer müssen zutreffend und vollständig sein. Es ist zu beachten, dass allein geringfügige Unannehmlichkeiten, die sich „aus dem Massencharakter...