Bestpreisklausel HRS verstößt gegen Kartellrecht

Hotelportal HRS darf seine Bestpreisklausel nicht mehr einsetzen. Das Bundeskartellamt in Bonn hat die weitere Durchführung der Bestpreisklausel des Hotelportals HRS untersagt und dem Unternehmen aufgegeben, die Klausel bis zum 1. März 2014 aus den Verträgen und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entfernen, soweit diese Hotels in Deutschland betreffen würden. Vorteilhaft, aber nur auf den ersten Blick Nach Ansicht des Bundeskartellamts sind die sog. Bestpreisklauseln bei Buchungsportalen im Internet nur auf den ersten Blick vorteilhaft für den Kunden. Denn die Klauseln verhindern, dass an anderer Stelle niedrigere Hotelpreise angeboten werden können. Nicht zuletzt wird auch der Neueintritt von anderen Anbietern erschwert, weil diese wegen der Bestpreisklausel ihre Hotelzimmer nicht günstiger anbieten können. Gefahr für den Wettbewerb Nach den zwischen HRS und Hotelpartnern vereinbarten Bestpreisklauseln sind die Hotelbetriebe verpflichtet, den niedrigsten Preis, die bestmögliche Verfügbarkeit und die preisgünstigsten Buchungskosten anzubieten. Selbst wenn Gäste direkt an der Rezeption der Hotels buchen wollten, waren die Konditionen durch die Bestpreisklauseln festgelegt. Die Hotels durften keine günstigeren Bedingungen anbieten. Damit zwingt HRS die angeschlossenen Hotels, niemandem eine günstigere Preiskondition anzubieten als lediglich den Kunden des HRS-Internetportals. Das Kartellamt hat in Verbindung mit dieser Entscheidung betont, dass Bestpreisklauseln grundsätzlich eine Gefahr für den Wettbewerb darstellten, insbesondere dann, wenn die Preisgarantie von den Marktführern ausgesprochen werde. Deshalb sei gerade für den stark wachsenden Online-Markt der Wettbewerb zu sichern. Gegen die Hotelportale Booking und Expedia sind in diesem Zusammenhang derzeit auch Verfahren vor dem Kartellamt anhängig.  ...