Advobaten Recht gemütlich

Die Advobaten laden herzlich ein zu der Veranstaltung Recht gemütlich am 26. September 2017 um 19 Uhr in die Büroräume, Parkstraße 1, 61118 Bad Vilbel. Nach einem kurzen Vortrag zum Thema „Garantie und Gewährleistung beim Autokauf und Autoverkauf“ gibt es in entspannter Atmosphäre die Möglichkeit, den anwesenden Advobaten im persönlichen Gespräch Fragen zu verschiedenen Rechtsgebieten zu stellen, Anmeldungen bitte per Email an rechtgemuetlich@advobaten.de oder per Telefon unter 06101 988600.

Urlaub am seidenen Faden?

Gesetzlich geregelt: Der Anspruch auf Urlaub Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland haben einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten jährlichen Erholungsurlaub. Der Urlaubsanspruch kann im Arbeitsvertrag geregelt sein oder ergibt sich etwa aus den auf das Arbeitsverhältnis anwendbaren tarifvertraglichen Vereinbarungen. Regelungen im Bundesurlaubsgesetz Die Mindesturlaubsdauer wird im Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz, BUrlG) geregelt. Pro Kalenderjahr beträgt der Urlaub mindestens 24 Werktage, berechnet auf eine 6-Tage-Woche, also von Montag bis Samstag. Arbeitnehmer haben demzufolge einen gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von vier Wochen im Jahr, Feiertage sind nicht inbegriffen. Für die eher geläufige 5-Tage-Woche von Montag bis Freitag beträgt der gesetzliche Mindesturlaub im Kalenderjahr 20 Arbeitstage, d. h. vier Wochen. EU-Arbeitszeitrichtlinie gilt für die europäischen Mitgliedstaaten Die Grundlage für diese Arbeitszeitregelungen bildet die EU-Arbeitszeitrichtlinie 2003/88/EG. Darin sind einheitliche EU-weit geltende Standards hinterlegt, so eben auch gemeinsame Bestimmungen für Urlaubsansprüche. Die Mitgliedstaaten der EU können eigene Gesetze erlassen, müssen sich aber innerhalb der Vorgaben bewegen, die von der EU gesetzt werden. Nach der EU-Arbeitszeitrichtlinie ist ein bezahlter Mindesturlaub von vier Wochen zu gewähren. Bundesarbeitsgericht entscheidet über „Urlaubsanspruch bei kurzfristiger Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses“ Das Bundesarbeitsgericht hatte über die Höhe eines Urlaubsanspruchs zu entscheiden. Der Arbeitnehmer hatte bei demselben Arbeitgeber innerhalb eines Jahres zwei Arbeitsverhältnisse inne, die beide im laufenden Jahr beendet wurden. Die Erfurter Richter hatten die Frage zu klären, welche Auswirkungen die kurzfristige Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses auf die Dauer des Urlaubsanspruchs hat. Der Fall Dem Arbeitnehmer, der seit 1.1.2009 im Unternehmen des Arbeitgebers beschäftigt war, stand ein jährlicher arbeitsvertraglicher Urlaubsanspruch von 26 Arbeitstagen zu. Nachdem der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis zum 30.6.2012 gekündigt hatte, schlossen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum 2.7.2012 einen neuen Arbeitsvertrag. Am 12.10.2012 kündigte der...