Advobaten Recht gemütlich

Die Advobaten laden herzlich ein zu der Veranstaltung Recht gemütlich am 26. September 2017 um 19 Uhr in die Büroräume, Parkstraße 1, 61118 Bad Vilbel. Nach einem kurzen Vortrag zum Thema „Garantie und Gewährleistung beim Autokauf und Autoverkauf“ gibt es in entspannter Atmosphäre die Möglichkeit, den anwesenden Advobaten im persönlichen Gespräch Fragen zu verschiedenen Rechtsgebieten zu stellen, Anmeldungen bitte per Email an rechtgemuetlich@advobaten.de oder per Telefon unter 06101 988600.

Alltägliche Fragen des Mietrechts

Nahezu jeder hat schon einmal in einer Mietwohnung gelebt. Daher berührt das Mietrecht den Alltag vieler Menschen. Einige Fragen, die man sich als Mieter häufig stellt, werden in folgendem Beitrag geklärt.

 

Rauchen in der Mietwohnung

Exzessives Rauchen kann laut BGH im Einzelfall den Hausfrieden stören. Die Grenze gilt als überschritten, wenn es zu unerträglichen oder gesundheitsgefährdenden Beeinträchtigungen der anderen Bewohner des Hauses kommt. Das Rauchen auf dem Balkon einer Mietwohnung kann insofern eingeschränkt werden, dass nur zu bestimmten Zeiten geraucht wird, sofern bewiesene wesentliche Beeinträchtigungen der Mitbewohner bestehen. Grundsätzlich gilt ein gegenseitiges Rücksichtnahmegebot der einzelnen Parteien in einem Mehrparteienhaus. Dadurch können Streitigkeiten bereits eingeschränkt werden. In jedem Fall gilt: Soll einem Mieter wegen starker Raucherei gekündigt werden, muss dieses Verhalten auch bewiesen werden können.

 

Untermiete

Der Vermieter darf nicht generell Untermieter verbieten. Allerdings muss der Hauptmieter vor Einzug des Untermieters beim Vermieter um Erlaubnis fragen, z.B. wenn eine Wohngemeinschaft gegründet werden soll. Der Vermieter muss die Erlaubnis erteilen, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung hat. Ein solch berechtigtes Interesse liegt beispielsweise vor, wenn finanzielle Schwierigkeiten bestehen oder der Wunsch, in einer Gemeinschaft zu leben.

 

Abstellen von Gegenständen im Treppenhaus

Das Treppenhaus hat den Zweck, den Zugang zu den Wohnungen zu ermöglichen. Daher gilt grundsätzlich, dass im Treppenhaus abgestellte Dinge andere Hausbewohner nicht beeinträchtigen oder stören dürfen. Außerdem müssen Flucht- und Rettungswege aus sicherheitstechnischen Gründen in jedem Fall frei bleiben. Im Streitfall sollte die Hausordnung oder der Mietvertrag herangezogen werden. Darin sind im Regelfall bereits vertragliche Vereinbarungen getroffen, die bestimmen, dass sich Gegenstände nicht dauerhaft im Hausflur befinden dürfen. Eine Ausnahme gilt dabei jedoch für Gehhilfen und Kinderwagen, wobei Kinderwagen spätestens abends weggeräumt werden müssen.

 

Hund und Katze in der Mietwohnung

Nach einer Entscheidung des BGH können Vermieter die Haltung von Hunden und Katzen in einer Mietwohnung nur noch nach einer individuellen Einzelfallprüfung verbieten und auch nur dann, wenn die Störfaktoren überwiegen. Ein generelles Verbot in Form einer Klausel im Mietvertrag kann daher unwirksam sein. Weil es aber keine allgemeine Antwort auf die Frage der Tierhaltung gibt, sollten Sie im Zweifel Rechtsrat aufsuchen, um Ihren konkreten Sachverhalt zu klären.

 

Wohnungsschlüssel beim Vermieter

Der Vermieter darf keinen Wohnungsschlüssel der vermieteten Wohnung einbehalten – auch nicht für Notfälle, denn das Mietrecht sieht vor, dass der Mieter Alleinbesitz an der Wohnung hat. Als Mieter sind Sie daher berechtigt, jeden Ersatzschlüssel
von Ihrem Vermieter herauszuverlangen.

 

In mietrechtlichen Fragen berät Sie gerne Rechtsanwältin Claudia Knöppel.

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