Der Kauf von Grundstücken und Immobilien

Robert Shiller, Nobelpreisträger

Offensichtlich hat das deutsche Notariatswesen einen über die europäischen Landesgrenzen hinausgehenden hervorragenden Ruf. Der 2013 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnete Ökonom Robert Shiller ist ein Befürworter der unparteiischen notariellen Beratung bei Immobiliengeschäften. Er konnte in seinen Forschungsprojekten feststellen, dass „Rechtssysteme mit einer vorsorgenden Rechtspflege im Liegenschaftsrecht, wie beispielsweise das vorbildliche Grundbuchwesen und die vorgeschriebene Beteiligung eines Notars als professionellen und neutralem Berater in Deutschland, wesentlich resistenter gegen die Ursachen einer Finanzkrise sind. Außerdem schütze eine neutrale rechtliche Beratung im Vorfeld unerfahrene Käufer davor, nicht kalkulierbare Risiken einzugehen.“

GrundstückWas ist das Grundstück?

Im Rechtssinn ist das Grundstück der katastermäßig vermessene und im Grundbuch unter einer besonderen Nummer aufgeführte Bestandteil der Erdoberfläche. Für den Fall der Veräußerung ist regelmäßig sicherzustellen, dass das Grundstück in seiner wirtschaftlichen Einheit erhalten bleibt.

Die notarielle Begleitung beim Grundstücks- und Immobilienkauf

Für Käufer und Verkäufer ist bei Abschluss eines Vertrages über Grundbesitz die sachgemäße Beratung von erheblicher Bedeutung. Dafür ist die Mitwirkung eines Notars vorgesehen. Dieser ist neutral und nicht Vertreter einer der beteiligten Parteien. Der Notar sorgt für Rechtssicherheit und Rechtsklarheit und hilft, mögliche Risiken zu vermeiden. Der Notar berät unabhängig, unparteiisch und besonders sachkundig. Er ermittelt Interessen und Ziele der Vertragsparteien mit dem Ziel einer Einigung.

Verträge über Grundstücke

Der Gesetzgeber verlangt bei Verträgen über Grundbesitz die notarielle Beurkundung. Die Beurkundungspflicht betrifft alle vertragswesentlichen Bestandteile. Die Aufgaben des Notars sind hierbei die rechtliche Vorbereitung des Grundstückskaufvertrags, der Entwurf, die Festlegung des Beurkundungstermins und die Ausfertigung und spätere Abwicklung des Kaufvertrags. Je nach Objekt sind spezielle Vertragsgestaltungen erforderlich.

Mit Sachverstand vorgehen

Immobilienkäufe sind der Erwerb eines Bauplatzes, eines Wohnhauses oder einer Eigentumswohnung. Dabei geht es regelmäßig um einen großen finanziellen Aufwand. Auf der einen Seite steht der Käufer, der erhebliche Beträge investiert. Auf der anderen Seite steht der Verkäufer, der oft den größten und wichtigsten Teil seines Vermögensbestands hergibt. Deshalb müssen zahlreiche Unwegsamkeiten beachtet werden, die zwischen den Parteien auftreten können. Sie können aus Unwissenheit, durchaus aber auch aus betrügerischen Absichten resultieren.

Die Voraussetzungen für die notarielle Urkunde

Der Notar ist zuständig dafür, dass Käufer und Verkäufer als die beteiligten Vertragsparteien sichergestellt sind. Weiterhin sorgt er für die Löschung und den Fortbestand von Belastungen, die Mängelgewährleistung, den Übergang des Besitzes, die Aufteilung der Kosten für die Erschließung des Grundstücks und ggf. für den Teilflächenverkauf.

Die Finanzierung

Bezüglich der Finanzierung kann der Notar ein Grundpfandrecht – sog. Grundschuld oder Hypothek – unmittelbar im Anschluss an den Kaufvertrag beurkunden.Finanzierung

Ihre Fragen zur großen Thema Immobilien beantwortet Rechtsanwältin Martina Kunze

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